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Sprengnöder-Zwillinge bleiben ihrer Heimatstadt treu

Neusser für Neuss - diese Devise hat in der Quirinusstadt Tradition. Stets war der NEV dafür bekannt, Talente aus den eigenen Reihen in seine 1. Mannschaft zu integrieren. Auch der Kader für die kommende Saison wird zu einem bedeutenden Teil aus Spielern bestehen, die aus Neuss kommen und/oder aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür sind die Sprengnöder-Zwillinge, die stets gemeinsame Wege gingen - mit einer kurzen Ausnahme.

14 Jahre Eishockey in Neuss
Zwillinge soll man nicht trennen. Diese altbekannte Regel berücksichtigten Tom und Marc Sprengnöder auch beim Eishockey, wo sie fast durchgehend in der gleichen Sturmreihe auf Punktejagd gingen. In Neuss geboren und aufgewachsen, feierten sie bereits als 16-Jährige ihr Debüt im Seniorenbereich, neben acht bzw. zehn Einsätzen für das Perspektivteam in der Landesliga stand auch ein gemeinsamer Einsatz für die „Erste“ in der Regionalliga zu Buche. Dass sich die Wege vor zwei Jahren dann doch kurzzeitig trennten, lag daran, dass Tom aufgrund seines Studiums nach Aachen zog und die Fahrerei nach Neuss zu teuer und zeitintensiv wurde. Nach einem Jahr beim Bezirksligisten Aachener EC kehrte er jedoch im vergangenen Oktober in den Südpark zurück, so dass die kampfstarken Eigengewächse seitdem wieder gemeinsam für „ihren“ Verein spielen.

Ehrgeizige Pläne
Dass die vergangene Saison bereits nach den Vorbereitungsspielen endete, ärgerte das "wiedervereinigte" Brüderpaar, auch wenn dies aufgrund der Corona-Pandemie verständlich war.
„Duisburg war sicherlich der Top-Favorit in unserer Gruppe, auch Dinslaken hatte sich gut verstärkt, aber wir wollten schon um den zweiten Platz kämpfen", wirft Marc einen Blick zurück, schaut aber zugleich nach vorne: „Die Verantwortlichen haben hier in den letzten Jahren einiges aufgebaut, auch wir Spieler möchten uns hier weiter verbessern und zukünftig wieder Playoffs erreichen." Dies sieht auch Tom so, der die gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft und des gesamten Vereins als weiteres wichtiges Kriterium herausstellt, für seinen Heimatverein aufzulaufen. Aufgrund eines Bänderrisses ist Marc aktuell noch zu einer Zwangspause verdammt, doch im Idealfall werden die beiden 21-Jährigen in ein bis zwei Wochen wieder gemeinsam die Saisonvorbereitung bestreiten.

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