2022_01_12.jpg

NEV will Leistungssteigerung bestätigen

Nach dem guten Start in das neue Kalenderjahr gibt es am kommenden Wochenende nur eine Gelegenheit, die positive Formkurve zu bestätigen. Beim Überraschungsteam aus Wiehl wartet jedoch eine unangenehme Aufgabe auf den NEV, der in den bisherigen drei Duellen leer ausging. Erfreulich ist, dass am Sonntag - anders als noch am vergangenen Wochenende - wieder drei komplette Reihen zur Verfügung stehen dürften.
Aufsteiger mit Höhenflug
Dass sich der letztjährige Landesligist aus Wiehl in der neuen Spielklasse behaupten würde, deutete sich schon vor der Saison an. Die seit vielen Jahren eingespielte Mannschaft wurde gezielt verstärkt, unter anderem mit Zweitliga-Stürmer Marvin Ratmann (Bayreuth) und Oberliga-Routinier Christoph Ziolkowski (Herne). Darüber hinaus steht mit Andreas Lupzig ein Trainer an der Bande, der als ehemaliger deutscher Nationalspieler kaum mehr Erfahrung als Aktiver mitbringen könnte. Dass sich die Penguins nach zwei Dritteln der Hauptrunde auf dem dritten Tabellenplatz wiederfinden würden, übertraf jedoch alle Erwartungen. Nicht ohne Grund lobt NEV-Coach Sebastian Geisler die Oberbergischen als „äußerst kompaktes Team, das aus allen Lagen schießt und aufgrund der Erfolgsserie inzwischen vor Selbstvertrauen strotzt.“ Eindrucksvoller Beleg hierfür ist der Derbysieg im letzten Spiel des Jahres 2022 gegen Bergisch Gladbach, bei dem man neun Minuten vor der Schlusssirene scheinbar aussichtslos mit 0:3 zurücklag, letztendlich aber nach Verlängerung mit 4:3 siegte. Am vergangenen Wochenende gab es im letzten Drittel jedoch einen kleinen Dämpfer, der Verfolger aus Lauterbach sicherte sich mit vier Toren in Folge einen wichtigen 7:3-Erfolg und verringerte den Rückstand in der Tabelle auf einen Zähler.

Kontinuität ist das Ziel
Mit dem vergangenen Wochenende konnte Sebastian Geisler durchaus zufrieden sein. Nach dem Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Dortmund hielt seine Mannschaft auch gegen die Neuwieder Bären auf Augenhöhe mit, auch wenn gegen den Tabellenzweiten letztendlich keine Punkte heraussprangen. „Wir sind als Einheit aufgetreten, jeder hat für jeden gekämpft“, hebt der Trainer die richtige Einstellung hervor, die er am Sonntag bestätigt sehen möchte. Schon mehrfach folgten in dieser Saison auf starke Wochenenden Rückschläge, was durchaus typisch für junge Mannschaften ist – und der NEV stellt das mit Abstand jüngste Team der Regionalliga West. Weniger Kontinuität wünscht man sich auf Neusser Seite hingegen bezüglich der Ergebnisse gegen die Penguins aus Wiehl, denn nach drei Duellen stehen die Quirinusstädter noch ohne Punkt da. Ob sich dies beim vierten Aufeinandertreffen ändert, wird sich am Sonntag um 17:15 Uhr zeigen.

Horrix und Mariaux wieder dabei
Nachdem am vergangenen Wochenende keine drei Reihen zur Verfügung standen, bessert sich die personelle Situation langsam. Matthias Hornig gab bereits am Freitag nach langer Verletzungspause sein unerwartet frühes Comeback, in Wiehl sollen auch Mika Horrix und Finn Mariaux wieder mit dabei sein. Optimistisch ist Geisler auch bei Marc Sprengnöder, der sich im Dortmund-Spiel entgegen der ersten Befürchtungen keine schwerere Verletzung zugezogen zu haben scheint. Neben den Langzeitverletzten fehlen Patrick Fücker und Jonas Herz, während bei Jason Wolf weitere Untersuchungen abgewartet werden müssen.

Tags

Keine

Über den Autor

Administrator

Administrator

News Kategorien