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Ein Derby unterm Tannenbaum

Mit den ersten drei Punkten der Hauptrunde und hat sich die Regionalliga-Mannschaft des NEV am vergangenen Wochenende vorzeitig selbst beschenkt. Auch an den Weihnachtstagen greifen die Neusser Eishockeycracks zum Schläger, denn am 26.12. (18 Uhr) trifft man sich in Ratingen zum Kräftemessen. Den Rückenwind aus den beiden starken Auftritten gegen Duisburg und Neuwied möchte Trainer Sebastian Geisler gerne mitnehmen, auch wenn er auf zahlreiche wichtige Spieler verzichten muss.

Ratinger Aufholjagd

Der Start in die Regionalliga-Hauptrunde verlief für die Ratinger Ice Aliens denkbar ungünstig. Aufgrund von Corona-Infektionen und folgenden Quarantäne-Anordnungen konnte man an den ersten beiden Wochenenden nur mit einem Mini-Kader antreten und stand nach drei Spielen ohne Punkte da. Das starke Teilnehmerfeld der Liga erlaubt keine Schwächen, und sei es durch personelle Ausfälle. Wozu die Ice Aliens in der Lage sind, hatten sie zuvor in der Qualifikationsrunde bewiesen, die mit nur einer Niederlage abgeschlossen wurde, hinzu kam der NRW-Pokalsieg, den man sogar ohne Punktverlust einfuhr. Daran schlossen die Außerirdischen zuletzt nach Rückkehr ihrer erkrankten bzw. „gesperrten“ Spieler in den Kader wieder nahtlos an.
Ein Leidtragender war der NEV, der in eigener Halle mit 1:10 unterlag, doch auch die Eisadler Dortmund (12:1) und die Dinslakener Kobras (4:3 n.V.) wurden bezwungen. Die Ausgeglichenheit innerhalb des Kaders war und ist die große Stärke der Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs.
Während so mancher Konkurrent die Verantwortung gerne in die Hände starker Kontingentspieler legt, bieten die Ratinger drei annähernd gleich starke Reihen auf und sind daher schwer auszurechnen. Bei den bisherigen drei Duellen dieser Saison konnte der NEV noch nicht punkten, auch wenn man in Ratingen nur knapp eine Überraschung verpasste (5:6).

Der Weg ist das Ziel
Das vergangene Wochenende hat gezeigt, wozu die Neusser Mannschaft an guten Tagen in der Lage ist, selbst in der Rolle des absoluten Außenseiters. „Es freut mich sehr für die Jungs, dass sie sich für ihre harte Arbeit selbst belohnen konnten“, blickt Trainer Sebastian Geisler gerne auf die überragenden kämpferischen Leistungen in den Spielen gegen Duisburg und Neuwied zurück.
Entsprechend gut war die Stimmung anschließend in der NEV-Kabine. Nach den sieben Treffern gegen Neuwied hofft der Neusser Trainer, dass nun auch bezüglich der Torquote der Knoten geplatzt ist, denn die Chancenverwertung war bislang die größte Schwäche der laufenden Saison.
Beim anstehenden Derby muss Geisler aber auf zahlreiche Spieler verzichten: Dmitri Metelkov und Lazar Pejčić reisen über die Weihnachtstage zu ihren Familien nach Russland bzw. Serbien, gleiches gilt für die Bayern Frank Buchwald und Maximilian Rieger. Leon Offer wird verletzungsbedingt erst im Januar sein Comeback feiern können, während bei Maximilian Tillmann ein langfristiger Ausfall droht. Nach seiner Knieverletzung aus dem Duisburg-Spiel steht nun ein MRT an, das Aufschluss über Schwere und mögliche Maßnahmen bringen soll. „Für mich ist wichtig, dass wir trotzdem mit der gleichen Einstellung wie zuletzt auftreten, alles weitere wird sich zeigen“, sieht Geisler sein Team trotz der zahlreichen Ausfälle nicht chancenlos. Mit Philipp Haase (19), Max Leonhardt (19) und Felix Hannemann (17) hat er zuletzt verstärkt auf Talente aus der eigenen U20 gesetzt, die das in sie gesetzte Vertrauen auf Anhieb bestätigten. „Wir möchten junge Talente fördern, die Drei haben sich selbst gegen die Top-Teams gut behauptet“, freut sich der Neusser Übungsleiter über den erfolgreichen „Wurf ins kalte Wasser“. Und beendet sein Resümee mit einem Weihnachtsgruß und einem indirekten Wunsch: „Ich wünsche unseren Fans schöne Weihnachtstage, vielleicht findet der eine oder andere ja wieder den Weg nach Ratingen, um uns beim letzten Spiel dieses Jahres zu unterstützen.“

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