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Comeback mit Hindernissen

Nach der krankheitsbedingten Zwangspause kehren die Spieler des Neusser EV nach und nach wieder aufs Eis zurück. Am gestrigen Dienstag fand die erste Trainingseinheit des neuen Jahres statt, der am kommenden Freitag das Meisterschafts-Comeback folgen soll. Beim Überraschungs-Tabellenführer aus Dinslaken steht Trainer Sebastian Geisler allerdings nur ein kleiner Kader zur Verfügung.

Kobras sind das Team der Stunde
Bei unserem freitäglichen Gegner könnte es aktuell kaum besser laufen. Dass die Dinslakener Kobras sieben ihrer letzten acht Spiele für sich entscheiden konnten, spricht alleine schon für sich. Wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass die Giftschlangen dabei den bis dahin übermächtig erscheinenden Füchsen aus Duisburg ihre ersten beiden Saison-Niederlagen zufügten, wird erst so richtig deutlich, was das Team von Trainer Milan Vanek insbesondere in den letzten zwei Wochen geleistet hat. Dank der Überraschungserfolge grüßen die Traberstädter derzeit von der Tabellenspitze, die man am kommenden Wochenende sicherlich verteidigen möchte. Ein Schlüssel zum Erfolg war ohne Frage die Verpflichtung des Tschechen Marek Malinsky, der seit Ende November an der Seite seines Landsmanns Martin Beneš stürmt. Einzelne Spieler gewinnen keine Spiele, können diese aber entscheiden, und dass die beiden Kobra-Stürmer die Plätze 1 und 2 der Liga-Scorerwertung belegen, sagt alles über deren Qualitäten. Mit dem ebenfalls während der Saison nachverpflichteten Justin Schrörs wurde zudem die bereits gut besetzte Torhüterposition weiter gestärkt. „Was die Kobras zuletzt geleistet haben, ist schon beeindruckend“, findet NEV-Trainer Sebastian Geisler anerkennende Worte für den freitäglichen Kontrahenten, der den NEV um 20 Uhr in dessen heimischer „Schlangengrube“ erwartet.

NEV-Kader füllt sich nur langsam
Nach insgesamt zweieinhalbwöchiger Trainingspause konnte ein Teil des Teams am Dienstag wieder das Training aufnehmen. „So eine lange Unterbrechung ist nicht gut für den Rhythmus, aber wir sind froh, dass wir wieder trainieren und spielen können“, betont der Neusser Trainer die positive Tendenz. Derzeit stehen noch mehrere Spieler unter Quarantäne, erst die kommenden Tage werden zeigen, wer am Freitag auflaufen kann. „So, wie es aussieht, haben alle sechs betroffenen Spieler ihre Erkrankung mit COVID-19 gut überstanden, das ist das Wichtigste“, zieht Geisler ein vorsichtig optimistisches Fazit der letzten Tage. Der 44-Jährige zweifelt nicht daran, dass ihm am Freitag ein spielfähiger Kader zur Verfügung stehen wird, obwohl zwei weitere Akteure längerfristig ausfallen. Aufgrund seiner Meniskus-Verletzung musste sich Maximilian Tillmann einer Operation unterziehen, so dass für den 20-Jährigen die Saison voraussichtlich beendet ist. Der NEV wünscht dem Stürmer einen guten Heilungsverlauf und drückt die Daumen für ein baldiges Comeback auf Neusser Eis! Bei Timon Busse hingegen besteht zumindest die Hoffnung, dass er nach einem beruflich bedingten Auslandsaufenthalt im Februar wieder in den Kader zurückkehren wird. Unter den gegebenen Umständen sieht NEV-Coach Geisler sein Team in Dinslaken mehr denn je in der Rolle des krassen Außenseiters, der sich aber so teuer wie möglich verkaufen möchte.

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