Nachdem der NEV den vorzeitigen Klassenerhalt in der Relegationsrunde der Regionalliga West verpasste, geht die Saison für die Neusser in die Verlängerung. Gegen den Gewinner der Landesliga-Playoffs, den ESC Rheine, kämpft der NEV nun um den freien Platz in der Regionalliga. Auftakt zur Best-of-three-Serie ist am Samstag um 20:15 Uhr im Neusser Südpark, bereits einen Tag später (19 Uhr) findet die zweite Begegnung in Rheine statt.
Matchpuck in Moers vergeben
Mit einem abschließenden Sieg in Moers hätten die Neusser den Gang in die Playdowns vermeiden können, doch wie schon in den beiden Begegnungen gegen Grefrath geriet man im Schlussdrittel auf die Verliererstraße. Somit entschied die effektivere Mannschaft eine kampf- und körperbetonte Begegnung mit 7:3 für sich. Carsten Ackers, der Cheftrainer Sebastian Geisler an der Neusser Bande vertrat, zeigte sich nach der Begegnung ernüchtert: "Wir waren zwei Drittel lang die bessere Mannschaft, mit einem deutlichen Chancenplus. Leider hat sich das im letzten Drittel geändert und Moers nutzte unsere unglücklichen Strafen und Fehler in der Defensivarbeit eiskalt aus."
Premiere in den Entscheidungsspielen
Als Letzter der Relegationsrunde trifft der NEV nun auf den Playoff-Sieger der Landesliga, den ESC Rheine. Die "Ice Cats" bezwangen in der Finalserie den Vorrundensieger aus Solingen mit 5:1 und 6:1, und nehmen erstmals an Aufstiegsspielen zur Regionalliga teil. Zugleich ist es auch das erste Duell zwischen den 1. Mannschaften beider Vereine, denn für das „First Team“ des NEV gab es bislang noch kein Aufeinandertreffen mit dem 2016 gegründeten Verein. Die Runde wird im Modus "Best-of-three" ausgetragen, somit qualifiziert sich das Team, das als erstes zwei Spiele für sich entscheidet, für die Regionalliga-Saison 2026/2027.
Osteuropäisch geprägter Kader
Neben zwei Russen, jeweils einem Ukrainer, Letten, Weißrussen und Niederländer verfügt Rheine über zahlreiche weitere Spieler osteuropäischer Abstammung. Auch einige Akteure aus Nordhorn schlossen sich den Ice Cats an, nachdem die dortige Eissporthalle bedauerlicherweise geschlossen wurde. Traditionell ließe sich ein technisch und läuferisch starkes Team erwarten, doch heutzutage hat sich vieles in der Nachwuchsausbildung angeglichen, altes Schubladendenken hilft bei der Einschätzung also nicht weiter. Für NEV-Co-Trainer Carsten Ackers stand jedoch eines schon fest, noch bevor sich die Ice Cats gegen die Bergisch Raptors aus Solingen durchsetzten: "Das wird für uns kein Selbstläufer. Unser Gegner kommt mit Erfolgserlebnissen und viel Selbstvertrauen, dazu mit erfahrenen Spielern, die auf Regionalliga-Niveau mithalten können."
Mit drei Reihen ins Saisonfinale
Ziel des NEV ist und bleibt der sportliche Klassenerhalt. Das Trainerduo Geisler/Ackers betonte auch in den vergangenen Wochen, dass die "Playdowns" aufgrund des letzten Tabellenplatzes in der Hauptrunde ein mögliches Szenario wären. Bezüglich des Kaders für das kommende Wochenende hält sich das Trainergespann bedeckt, wie es für Playoff-Spiele durchaus üblich ist. Nach aktuellem Stand können Geisler und Ackers aber erneut drei Reihen aufbieten.





