Noch zwei Spiele stehen auf dem Neusser Programm, ehe die Regionalliga West aufgeteilt wird. Am Sonntag (20 Uhr) kommt es gegen den Grefrath Phoenix im Südpark zum Niederrhein-Derby. Während die Neusser ihre Heimspiel-Serie mit dem ersten Sieg des Kalenderjahres 2026 abschließen möchten, sind die Gäste mit überraschenden Erfolgen in das Playoff-Rennen zurückgekehrt.
Phoenix wird seinem Namen gerecht
Zur Jahreswende machte das Team aus Grefrath mit Abgängen namhafter Spieler Schlagzeilen. Von zwei Akteuren trennte man sich, drei weitere schlossen sich an und wechselten ebenfalls zu Liga-Konkurrenten. Um die entstandenen Lücken zu schließen, reaktivierte man mit dem Ex-Neusser Jerome Baum und Torhüter Oliver Nilges zwei Routiniers, darüber hinaus holte man mit Lester Brown einen ebenfalls sehr erfahrenen Niederländer mit amerikanischen Wurzeln. Und siehe da, nach einem Punktgewinn in Dinslaken und einem Derby-Sieg in Moers vom vergangenen Wochenende sind die Playoffs plötzlich wieder in Reichweite. Um die vier Punkte vor ihnen liegenden Penguins aus Wiehl noch gefährden zu können, muss im Duell mit dem NEV jedoch ein Sieg her. Doch auch die NEV-Cracks möchten ihre Serie von fünf Heimspielen in Folge mit einem Erfolg beenden und sich zugleich für die 2:5-Hinspielniederlage revanchieren.
Neusser Defensive dezimiert
Lange Zeit hofften die Neusser beim sonntäglichen Heimspiel gegen Dinslaken auf einen Punktgewinn, ehe die Gäste mit drei Toren im letzten Abschnitt einen 5:1-Sieg einfuhren. NEV-Chefcoach Sebastian Geisler war anschließend mit der gezeigten Leistung nicht unzufrieden, wohl aber mit dem Ergebnis: „Wir haben zwei Drittel lang gut dagegengehalten, danach haben uns leider unglückliche Strafen aus dem Konzept gebracht.“ Ebenso ärgerte sich Geisler darüber, dass sich mit Mitchel Herder, Luca Werner und Jan Gützlaff während der Partie gleich drei Verteidiger verletzten. Da deren Einsatz am Sonntag eher unwahrscheinlich ist, plagen den Neusser Trainer in der Defensive arge Sorgen, zumal auch Philipp Haase (Aufbautraining) und Sven Gotzsch (Saisonende) nicht zur Verfügung stehen.
Überraschung blieb aus
Bei einer vor der Saison gestarteten Umfrage des Social Media Portals „Eishockey TV“ sah die Mehrheit der befragten Vereinsoffiziellen den NEV am Tabellenende der Hauptrunde, dennoch setzte Geisler seinem Team mit den Playoffs bewusst ein hohes und optimistisches Ziel: „Uns war klar, dass wir in der weiter aufgerüsteten Liga Außenseiter sind. Dennoch beginnt jedes Spiel mit 0:0, und ich bin vom Potenzial meiner Mannschaft unverändert überzeugt. Unser Hauptproblem waren die vielen, teils langfristigen Ausfälle, so dass wir selten mit gleichen Formationen trainieren oder spielen konnten.“
Für die Mitte Februar beginnende Abstiegsrunde gegen die Teams auf den Plätzen 9 und 10 wurde das taktische Konzept etwas verändert und schon gegen Dinslaken umgesetzt, auch bei den abschließenden Spielen gegen Grefrath und Ratingen (6.2.) wird man so spielen.





