Die Hauptrunde der Regionalliga West biegt in die Zielgerade ein. Nach einem spielfreien Wochenende trifft der Neusser EV am kommenden Sonntag (20 Uhr) in heimischer Halle auf die Dinslakener Kobras. Während sich unsere Gäste mitten im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition befinden, wurden die Neusser Playoff-Hoffnungen nicht erfüllt.
Den Frust abschütteln
Im Anschluss an die knappe Niederlage gegen Wiehl war die Enttäuschung auf Neusser Seite groß. Nach dem vergangenen, spielfreien Wochenende richtet Cheftrainer Sebastian Geisler den Blick aber auch wieder nach vorne: „Wir wollten unsere letzte Chance auf die Playoffs nutzen, das ist uns leider nicht gelungen. Nun muss es das Ziel sein, die Hauptrunde vernünftig zu Ende zu spielen, um anschließend den Klassenerhalt sportlich zu sichern.“ Der Modus sieht vor, dass die Teams auf den Plätzen 9-11 nach der Hauptrunde noch eine Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel austragen. Der Tabellenletzte dieser Runde spielt anschließend gegen den Sieger der Landesliga-Playoffs um den Klassenerhalt bzw. Aufstieg.
Kobras rüsten sich für die Playoffs
Das mit vielen jungen und talentierten Spielern besetzte Dinslakener Team wurde für die zweite Saisonhälfte noch einmal deutlich verstärkt. Aus Grefrath angelte man sich zur Jahreswende Torhüter Mathis Kaiser, Verteidiger Henry Karg und Stürmer Michal Cychowski, darüber hinaus besetzte man mit dem kanadischen Rückkehrer Matthew Giannini die insgesamt fünfte Kontingentstelle. Doch auch auf die deutschen Spieler können sich die Kobras verlassen; mit Nils Nemec, Max Bleyer und Nick Kardas blicken drei der vier besten Scorer auf eine Neusser Vergangenheit zurück. Aktuell belegt das Team von Trainer Max Piotrowski den sechsten Platz, bei fünf Punkten Abstand nach oben (Bergisch Gladbach) und zwei nach unten (Bergkamen) ist in den letzten drei Wochen der Hauptrunde jedoch noch einiges möglich. Das Hinspiel gegen den NEV entschieden die Giftschlangen souverän mit 6:1 für sich, dabei zeigten die Neusser eine der schwächsten Saisonleistungen. „Dinslaken hat sich schon vor der Saison, zuletzt aber auch noch einmal gut verstärkt, und ist auch beim Rückspiel Favorit“, sieht Trainer Sebastian Geisler die Rollen klar verteilt, möchte es den Gästen mit seinem Team aber so schwer wie möglich machen. „Auch dieses Spiel beginnt mit 0:0, wir werden sehen, was machbar ist.“ Im Falle eines Neusser Sieges bestünde die Chance, die „rote Laterne“ im folgenden direkten Duell an den Grefrath Phoenix abzugeben – vorausgesetzt, diese sammeln am Wochenende nicht ebenfalls weitere Punkte.
Haase im Aufbautraining, Chodorowski fällt aus
Gute Nachrichten gibt es von Eigengewächs Philipp Haase. Der Verteidiger, der sich bereits in der Vorbereitung schwer verletzte, befindet sich inzwischen im Aufbautraining. Mit einem Einsatz ist jedoch frühestens im Februar zu rechnen, auch Stürmer Alexander Chodorowski fällt nach einem operativen Eingriff für circa sechs Wochen aus. Während Jordi Cuena Pazos unverändert angeschlagen ist, wird Routinier Sven Gotzsch in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr auflaufen können.





