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Am kommenden Wochenende stehen für den Neusser EV erneut zwei Partien auf dem Programm. Während man freitags (20:15 Uhr) bei den Dinslakener Kobras antritt, begrüßt Neuss am Sonntag (20 Uhr) die Rockets aus Diez-Limburg im heimischen Südpark.
Kobras starten Aufholjagd
Wenn man mit vier Niederlagen in die Saison startet, liegt der Begriff „Fehlstart“ nahe. Ein Blick auf die bisherigen Gegner der Dinslakener Kobras zeigt jedoch, dass diese in den ersten drei Partien durchgehend gegen Spitzenteams antreten mussten. Nur bei der anschließenden 2:6-Niederlage gegen Bergisch Gladbach enttäuschte man. Am vergangenen Sonntag folgte dann aber ein 4:3-Derbysieg bei den Black Tigers Moers, so dass man bei den Giftschlangen nun hofft, dass der Knoten geplatzt ist. Nach einem erfolgreichen Transfer-Sommer ging man in Dinslaken optimistisch in die neue Saison. Drei Neuzugänge kamen direkt aus der Oberliga, mit den Ex-Neussern Max Bleyer (Ratingen) und Nick Kardas (Moers) folgten weitere höherklassig erfahrene Verstärkungen aus der Regionalliga, dazu noch einige Talente aus Düsseldorf und Duisburg. Da man fast alle Spieler des letztjährigen Kaders halten konnte, wird den Kobras eine Rolle als aussichtsreicher Verfolger der Spitzengruppe zugetraut. „Die Verantwortlichen in Dinslaken haben gute Arbeit geleistet und einen starken Kader zusammengestellt. Wenn bei uns alles optimal läuft, haben wir dennoch eine Chance und die möchten wir dann auch nutzen“, tritt NEV-Chefcoach Sebastian Geisler die Reise mit seinem Team nicht ohne Ambitionen an.

Rockets feiern erfolgreiche Rückkehr
Nachdem der NEV am vergangenen Wochenende mit den Eisadlern Dortmund einen der Meisterschaftsfavoriten zu Gast hatte, gibt am Sonntag ein weiteres Team aus der Spitzengruppe seine Visitenkarte im Südpark ab. Nach fünf Jahren in der Oberliga bzw. der multinationalen BeNe-League ist die EG Diez-Limburg zurück in der Regionalliga West. Auch die Rockets setzen verstärkt auf junge Spieler, haben aber auch Akteure mit langjähriger Erfahrung im Profi-Eishockey in den Kader eingebaut. Eine Mischung, die passt, denn neben dem Favoritentrio Ratingen/Dortmund/Essen haben sich auch die Rockets in der Spitzengruppe eingenistet, aktuell als Tabellenzweiter.
Ein Grund für den Erfolg des Teams von Trainer Nils Krämer ist, dass man insgesamt fünf Kontingentspieler (zwei Schweden, zwei US-Amerikaner, ein Kanadier) verpflichtete, bei deren Auswahl man ein sehr gutes Händchen hatte.
Beim Hinspiel in Diez konnten sich die Neusser bereits von den Qualitäten ihres Gegners überzeugen, mit 14:2 setzte es für unser Team die bislang höchste Saisonniederlage. Für die Revanche am Sonntag hat NEV-Coach Sebastian Geisler andere Vorstellungen: „Auch wenn zweistellige Ergebnisse in der Regionalliga leider inzwischen an jedem Wochenende vorkommen, ist das nichts, was wir für uns akzeptieren möchten. In Diez haben wir nicht das gezeigt, was wir können, am Sonntag wollen wir es vor unseren Fans besser machen“, gibt Geisler die Richtung vor.

Nik Klassen neu beim NEV
Mit Nik Klassen hat sich ein weiterer junger Spieler dem NEV angeschlossen. Der 20-jährige Stürmer stammt aus dem Hannoveraner Nachwuchs und kam über die Stationen Berlin, Augsburg und Krefeld nach Düsseldorf, wo er den Feinschliff in der Elite-Nachwuchsliga DNL erhielt. Nachdem er in der vergangenen Saison als Förderlizenzspieler erste Oberliga-Erfahrungen sammelte (Moskitos Essen), möchte er sich nun fest im Seniorenbereich etablieren. „Nik wurde an namhaften Eishockey-Standorten ausgebildet, er ist ein guter Skater mit technischem Geschick“, freut sich der Neusser Trainer über ein weiteres Talent, das perfekt ins Ausbildungs-Konzept des NEV passt. Ob der Neuzugang schon am kommenden Wochenende eingesetzt werden kann, wird sich kurzfristig klären.

Geisler freut sich auf interne Konkurrenz
Samuel Hasenpusch fehlt wegen eines Auslandsaufenthalts an den kommenden beiden Wochenenden. Auch Björn Welters wird aus beruflichen Gründen zwei Wochen ausfallen, aus gleichem Grund ist der Einsatz von Sven Gotzsch in diesem Zeitraum fraglich. Thimo Dietrich ist angeschlagen, auch bei ihm ist noch nicht klar, ob er am Wochenende auflaufen kann. „Ab Dezember werden nach und nach unsere Langzeitverletzten in den Kader zurückkehren, was den Konkurrenzkampf anheizen wird“, hofft Geisler auf einen zusätzlichen Leistungsschub.

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