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Auf ein Neues!

Dem Rheinländer wird gerne ein angeborener Optimismus nachgesagt. Dem folgend stellt man aus Neusser Sicht mit Blick auf das laufende Playoff-Viertelfinale nüchtern fest, dass sich die Ausgangssituation nach dem ersten Wochenende nicht geändert hat. Das Primärziel „zweites Heimspiel“ ist nur einen Sieg entfernt, der Einzug ins Halbfinale drei. Es gibt also gute Gründe, sich einmal durchzuschütteln, „war was?“ zu fragen, und sich konzentriert auf Spiel Nummer drei vorzubereiten, das am kommenden Freitag (20 Uhr) in der Helinet-Eissportarena Hamm ausgetragen wird.

Die beiden bisherigen Duelle belegten das, was schon vorher vermutet worden war: Wer Meister der Regionalliga West werden will, muss die Hammer Eisbären schlagen. Und der NEV ist, wenn alles optimal läuft, durchaus in der Lage, mit dem überlegenen Hauptrundensieger mitzuhalten. Will man eine Partie für sich entscheiden, dürften ein Quäntchen Glück und ein nicht ganz so guter Tag der Westfalen gerne hinzukommen. Die beiden letzten Faktoren trafen bisher noch nicht zu, und dies, obwohl mit dem Tschechen Lukáš Nováček und Routinier Ibrahim Weißleder zwei absolute Top-Stürmer in der Serie noch gar nicht zum Einsatz kamen. Der aktuelle Gegner besitzt also noch Steigerungspotenzial.
Trainer Boris Ackermann resümierte nach dem Heimspiel am Sonntag zu Recht, dass sich sein Team nichts vorzuwerfen habe. Der NEV hatte alles gegeben und dem haushohen Favoriten Paroli geboten. Genau dies ist auch das Ziel für die nächste Begegnung, und auch wenn man im bisherigen Saisonverlauf bei den Spielen in Hamm wenig ausrichten konnte, ist man trotz der Schwere der Aufgabe weiterhin nicht chancenlos. Dass dies keine Durchhalteparole ist, zeigt ein Blick auf die lange Geschichte der Duelle zwischen beiden Kontrahenten, denn insbesondere bei den Westfalen gelangen Neusser Mannschaften immer wieder überraschende bis sensationelle Siege. Es gibt also keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Moral ist ungebrochen und dazu passt auch, dass sich der Neusser Übungsleiter in bester Playoff-Manier personell nicht in die Karten schauen lässt: „Wir haben einige angeschlagene Spieler und schauen mal, wer alles auflaufen kann. Wir freuen uns auf Freitag!“

Einen Erfolg in Hamm vorausgesetzt, fände das vierte Spiel am Sonntagabend (20 Uhr) im Südpark statt. Die Neusser Eishockeyfreunde sollten sich den Termin sicherheitshalber im Kalender freihalten...

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