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NEV fiebert dem Saison-Höhepunkt entgegen

Wenn von der „fünften Jahreszeit“ die Rede ist, denken nicht nur Rheinländer für gewöhnlich an den Karneval. Eishockeybegeisterte definieren freilich eine andere Phase als die schönste Zeit des Jahres: die Play-offs. Blieb Anhängern und Spielern des NEV dieses Gefühl im vergangenen Jahr noch verwehrt, so wurde der Traum von den K.o.-Spielen in dieser Saison wieder wahr. Als Tabellenachter treffen die Quirinusstädter auf den Hauptrundensieger, die Hammer Eisbären. Maximal fünf Spiele wird es zwischen den Kontrahenten geben, wer dreimal siegt, steht im Halbfinale. Um möglichst vielen Anhängern die Gelegenheit zu geben, beim Saisonhöhepunkt dabei zu sein, wird es am kommenden Sonntag eine Neuauflage des „Family Day“ geben.

Eisbären dominierten die Hauptrunde
Der Neusser Gegner ist ohne Frage ein ganz schwerer Brocken. Die Hammer Eisbären übernahmen bereits Anfang Oktober die Tabellenführung der Regionalliga NRW und gaben diese bis zum Ende der Hauptrunde nicht mehr ab. Die von Ralf Hoja trainierte Mannschaft wurde bereits vor zwei Jahren Meister derselben Spielklasse, und die Parallelen fallen auf den ersten Blick auf. Damals wie heute verfügen die Westfalen über eine ausgewogene Mischung aus jungen, hungrigen Talenten und erfahrenen Haudegen. Darüber hinaus ist man in allen Mannschaftsteilen überdurchschnittlich gut besetzt, und dies mit einer beeindruckenden Ausgeglichenheit im Kader. Während viele Liga-Konkurrenten auf eine oder maximal zwei überragende Reihen setzen, üben die Eisbären mit mindestens drei Formationen gleichbleibend hohen Druck auf ihre Gegner aus. Ein Vorteil, der sich gerade in Play-offs auszahlen könnte. So verwundert es nicht, dass man nicht nur die wenigsten Tore der Spielklasse kassierte, sondern auch die meisten Treffer erzielte. Mit Michal Špaček und Lukas Nováčekverfügt der Ligaprimus über zwei starke tschechische Stürmer, entscheidend aber ist, dass auch einheimische Akteure wie Kevin Thau und Kevin Orendorz über Qualitäten verfügen, die bei anderen Teams höchstens die Kontingentspieler besitzen. Eine grundsolide Defensive und ein starkes Torhüter-Duo runden das Gesamtbild ab. Nach einem etwas schwächeren Jahr präsentieren sich die Hammer wieder als bärenstarkes Kollektiv, das keine Schwachstellen erkennen lässt.
NEV muss sich nicht verstecken
Vier Spiele, vier Niederlagen - auf den ersten Blick ist die Neusser Bilanz gegen den Playoff-Gegner ernüchternd. Tatsächlich sind die Rollen alleine schon aufgrund der Tabellenpositionen klar verteilt. Das Team um Kapitän Francesco Lahmer hat nichts zu verlieren, der Druck lastet alleine auf den Hammer Eisbären. Und dass man mit denen mithalten kann, haben die NEV-Cracks zumindest in den Heimspielen bereits bewiesen. Zweimal unterlagen sie knapp mit 2:4, zuletzt vor zwei Wochen. Soll mehr gelingen, als „nur“ ein Achtungserfolg, muss auf Neusser Seite alles passen, dessen ist man sich in der Quirinusstadt bewusst. Da kommt es alles andere als gelegen, dass die Mannschaft zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit von einer Grippewelle geplagt wird. Aufgrund der entsprechend geringen Trainingsbeteiligung war eine konzentrierte Vorbereitung zu Wochenbeginn nicht möglich. Auch wenn noch nicht klar ist, wer am Wochenende zur Verfügung steht, lässt sich NEV-Coach Boris Ackermann den Optimismus nicht nehmen: „Wir sind heiß auf die Play-offs und möchten zunächst einmal ein zweites Heimspiel erreichen. Danach schauen wir weiter.“ Da das Viertelfinale im Modus „Best-of-five“ ausgetragen wird, ist dafür ein Sieg aus den ersten drei Spielen nötig. Partie Nummer eins findet am Freitag (20 Uhr) in der Hammer Helinet-Eissportarena statt, am Sonntag (20 Uhr) kommen die Play-offs dann endlich nach Neuss.

Familienfreundliche Eintrittspreise am Sonntag
Da nur mit zahlreicher und lautstarker Unterstützung eine Überraschung gelingen kann, haben sich die Neusser Verantwortlichen für das Heimspiel etwas einfallen lassen. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bietet man für Familien, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern, ein Kombi-Ticket zum Preis von nur zehn Euro an. Karten für das Familien-Event gibt es per E-Mail (an: @) und auch an der Abendkasse. Die beste Gelegenheit also, Ehepartner, Tante, Schwipp-Schwager, Freunde und Kinder einzupacken und einen tollen Eishockey-Abend im Südpark zu verbringen!

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