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Vor einem halben Jahr endete im Neusser Südpark eine erfolgreiche Saison mit dem Einzug in das Play-off-Halbfinale und damit einer Platzierung unter den besten vier Mannschaften der Regionalliga West. Ein toller Erfolg für das blutjunge Team der Trainer Andrej Fuchs und Daniel Benske, das für zahlreiche positive Überraschungen sorgte und sich mit seiner leidenschaftlichen Spielweise nicht nur unter den eigenen Anhängern Sympathien und Respekt erwarb.

Es gab also viele gute Gründe, das sportliche Konzept weiter zu verfolgen, das alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll ist. Auch in Zukunft setzt man auf ein junges und talentiertes Team, das sich in der vierthöchsten deutschen Spielklasse gegen zahlreiche namhafte Gegner bewähren soll. Grundvoraussetzung hierfür ist der Verbleib des Trainerduos Fuchs/Benske, das in Neuss seit vielen Jahren trotz beschränkter finanzieller Möglichkeiten hervorragend arbeitet und nicht alleine wegen der erfolgreichen Integration junger Spieler allerhöchste Wertschätzung genießt.Mit Maximilian Stein (18) und Alexander Zaslavski (19) konnten erneut zwei Talente aus dem Düsseldorfer Nachwuchs von einem Wechsel auf die andere Rheinseite überzeugt werden, während Jan-Philipp Gladbach (19, Essen) und Christian von Berg (22, Aachen) an ihre frühere Wirkungsstätte zurückkehren. Mit Lucas Eckhardt (Krefeld) komplettiert zudem ein 19-jähriger Torhüter aus der Nachwuchs-Eliteliga DNL das Trio im NEV-Gehäuse. Matthias Hornig, der ebenso wie sein Bruder Marius (21) von Vizemeister Ratingen nach Neuss wechselt, zählt mit seinen 24 Jahren im Neusser Kader schon zu den erfahrenen Spielern. Mit André Schroll konnte jedoch auch ein „richtiger“ Routinier für eine Rückkehr im Neusser Trikot gewonnen werden, das dieser bereits von 1999-2003 trug. Neben dem trotz seiner inzwischen 40 Jahre immer noch antrittsschnellen Stürmer wechselten mit den beiden Verteidigern Jerome Baum (25) und Lorenz Schneider (27) zwei weitere Leistungsträger aus Grefrath zum NEV.

Für „internationales Flair“ sorgt der Kanadier Matthew Schwehr (25), der aus privaten Gründen im Rheinland gelandet ist und sich für einen Platz im Team empfehlen konnte. Da mit Janeck Sperling (17), Dennis Nürenberg (18), Leon Offer (16) und den Sprengnöder-Zwillingen Marc und Tom (17) weitere Talente aus dem eigenen Nachwuchs nachrücken, wäre es rechnerisch möglich, mit dem erweiterten Kader gleich zwei Teams zu besetzen. Doch einige Akteure könnten auch in der Landesliga-Mannschaft Spielpraxis sammeln, darüber hinaus setzen die Verantwortlichen bewusst auf einen großen Kader, um auch bei den vielen weiten Reisen mit einer schlagkräftigen Truppe antreten zu können.

Anders als es der Name „Regionalliga West“ nämlich vermuten lässt, stehen durchaus wieder etliche Kilometer auf der Autobahn auf dem Programm, wenn man beispielsweise in Lauterbach (Hessen), Diez-Limburg, Neuwied (Rheinland-Pfalz) oder auch im ostwestfälischen Herford auf Punktejagd geht. Zusätzlich muss davon ausgegangen werden, dass es aufgrund von Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen immer wieder zu Ausfällen kommt.

Während Niklas Solder voraussichtlich im Oktober mit dem Eistraining beginnen kann, fällt Kapitän Holger Schrills auf noch unbestimmte Zeit aus. Dieses Duo zu ersetzen wird zu Saisonbeginn eine schwierige Aufgabe werden, zumal mit Mike Köhler (Karriereende) und Balasz Peter (Fehérvári Titánok/Ungarn) zwei weitere Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung stehen.

Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Qualität des Teilnehmerfeldes dar, denn wie schon im Vorjahr trifft das Amateurteam des NEV auf Kontrahenten, die auf etliche (Halb-)Profis setzen. Gegen diese zu bestehen, wird erneut die „Königsdisziplin“ sein, doch dies war in der vergangenen Saison die Spezialität der Quirinusstädter. Die Liga profitierte im Vorjahr erheblich von der großen Ausgeglichenheit, doch auch die namhaften Top-Spieler tragen selbstverständlich zur Attraktivität der Spielklasse bei. Die Finalisten aus Hamm und Ratingen zählen naturgemäß erneut zu den Favoriten, auch die Neuwieder Bären dürften über das Potenzial verfügen, in die Spitzengruppe vorzustoßen. Während sich diese unter anderem beim Nachbarn aus Diez-Limburg bedienten, schloss der Lokalrivale die entstandenen Lücken vor allem durch Spieler aus Lauterbach, die ihrem Trainer an die Lahn folgten. Die Lauterbacher ihrerseits schicken zukünftig – ebenso wie der NEV – verstärkt junge Talente ins Rennen. Der letztjährige Aufsteiger aus Herford konnte sich auf Anhieb in der Liga etablieren und spielte in den Play-offs groß auf. Die Dinslakener Kobras und die Bördeindianer aus Soest setzen aktuell überwiegend auf ihre eingespielten Kader, so dass die Hoffnung auf eine erneut spannende Saison besteht. Insgesamt neun Teams kämpfen um die Meisterschaft, die nach einer Hauptrunde mit jeweils zwei Heim- und Auswärtsspielen gegen jeden Gegner anschließend in Play-offs entschieden wird.

Trotz der geschilderten Herausforderungen ist man in Neuss optimistisch, erneut eine gute Rolle spielen zu können, zumal man den Youngstern im Team zutrauen darf, in ihrer Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Wenn am kommenden Freitag (20:30 Uhr) die Punkterunde mit dem Spiel in Diez-Limburg beginnt, hat der NEV eine intensive Vorbereitungsphase mit sieben Testspielen hinter sich. Die Vorfreude auf eine interessante Saison mit Duellen gegen attraktive Gegner ist groß, ebenso der Wunsch und das Vorhaben, erneut für positive Überraschungen zu sorgen. Es ist alles vorbereitet, mögen die Spiele beginnen!




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